Zuletzt aktualisiert: 30. Mai 2026
Drei Szenarien: Schweiz gesamt und bis zu zwei Gemeinden im direkten Vergleich. Verteilung nach steuerbarem Einkommen privater Steuerpflichtigerⓘ.
Der Steuerfuss zeigt, wie stark eine Gemeinde ihre Steuerpflichtigen belastet. Für diese Rechnung zählt aber nicht der Steuerfuss, sondern die Grösse des steuerbaren Einkommens privater Steuerpflichtiger. Eine Gemeinde mit tiefem Steuerfuss kann deshalb trotzdem einen hohen rechnerischen Anteil pro Einwohner ausweisen, wenn dort viel steuerbares Einkommen vorhanden ist.
Der Rechner verteilt die Kosten nach dem steuerbaren Einkommen – nicht nach dem Steuerfuss und nicht nach der Einwohnerzahl. Entscheidend ist, wie hoch das gesamte steuerbare Einkommen einer Gemeinde im Verhältnis zur Schweiz ist.
Dabei spielen zwei Faktoren zusammen:
Beide Faktoren bestimmen gemeinsam das Total – und damit den Pro-Einwohner-Wert im Rechner.
| Spreitenbach | Lyss | |
|---|---|---|
| Steuerbares Einkommen total | 307’6 Mio. CHF | 522’9 Mio. CHF |
| Steuerpflichtige (ca.) | 5’900 | 9’200 |
| Einwohner (ca.) | 12’600 | 16’500 |
| Steuerpflichtige pro 100 Einw. | 47 | 56 |
| Ø Einkommen pro Steuerpflichtigem | 52’000 CHF | 57’000 CHF |
| Rechnerische Kosten pro Einwohner | 578 CHF | 747 CHF |
Lyss hat einen höheren Wert – obwohl der Einkommensunterschied pro Steuerpflichtigem moderat ist (+5’000 CHF). Der entscheidende Unterschied: In Lyss sind rund 56 von 100 Einwohnern steuerpflichtig, in Spreitenbach nur 47. Dieses Gefälle verstärkt den Effekt.
Kurz gesagt: Nicht nur was jemand verdient zählt – sondern auch wie viele in einer Gemeinde überhaupt Einkommen versteuern.
Die lokale Ansicht verteilt die geschätzte jährliche Gesamtbelastung rechnerisch nach steuerbarem Einkommen privater Steuerpflichtiger auf Kantone und Gemeinden. Einwohnerzahlen dienen nur der Einordnung. Die Darstellung zeigt eine Grössenordnung – keine Steuerfussberechnung und keine Prognose konkreter Steuererhöhungen.
Steuerstatistiken auf Gemeindeebene werden von der ESTV mit einem Verzug von rund 1,5 bis 2 Jahren publiziert. Das liegt daran, dass die Kantone die Veranlagungen erst abschliessen, bevor die ESTV die Daten aller Gemeinden schweizweit aggregieren und veröffentlichen kann:
Die 2022er Daten sind damit die aktuellste verfügbare Grundlage für eine Verteilung nach Gemeinden. Auch offizielle Analysen der Bundesverwaltung arbeiten in der Regel mit denselben Jahrgangsdaten. Sobald die ESTV neuere Gemeindedaten veröffentlicht, kann die Datenbasis dieses Moduls aktualisiert werden – die Berechnungslogik bleibt dabei unverändert.
Steuerdaten: ESTV, Statistik direkte Bundessteuer NP, Normalfall (Gemeinden), Steuerperiode 2022. Bevölkerungsdaten: BFS STATPOP, ständige Wohnbevölkerung, 31. Dezember 2024.
Die Detailanalyse erklärt die Herleitung der drei Kostenszenarien und ordnet den Schweizer Beitrag in den vertraglichen Kontext ein.
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