13. AHV-Rente
Die Rente wurde beschlossen. Die dauerhafte Finanzierung blieb offen.
Letzte Änderung: 6. Oktober 2026
Am 3. März 2024 stimmten Volk und Stände einer zusätzlichen jährlichen AHV-Ausgabe in Milliardenhöhe zu. Eine dauerhafte Finanzierung war am Abstimmungstag nicht beschlossen. Die amtlichen Kosten- und Fondsprognosen wurden Monate später korrigiert, nachdem das BSV zwei fehlerhafte Formeln in seinem Berechnungsprogramm entdeckt hatte. Das Dossier rekonstruiert, was vor dem Entscheid bekannt war, wie belastbar die Prognosen waren und wer die Rechnung trägt.
Auf einen Blick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| 3. März 2024 | Annahme der Initiative mit 58,3 Prozent Ja-Stimmen. |
| 2026 | erste Auszahlung im Dezember; rund 2,6 Millionen Rentnerinnen und Rentner sind anspruchsberechtigt. |
| Kosten 2026 | über 4 Milliarden Franken; die aktuelle BSV-Tabelle weist rund 4,1 Milliarden in Preisen von 2025 aus. |
| Kosten 2030 | rund 4,5 Milliarden Franken in Preisen von 2025. |
| Finanzierung am Abstimmungstag | nicht festgelegt. |
| Parlamentsbeschluss 2026 | Mehrwertsteuererhöhung um 0,4 Prozentpunkte beim Normalsatz und 0,2 beim Hotelleriesatz; noch nicht in Kraft. |
| Abstimmung über die Zusatzfinanzierung | 29. November 2026. |
| AHV-Prognose | Zwei fehlerhafte Formeln führten zu einer späteren Korrektur der Ausgabenperspektiven. |
Drei Analysen
Vor der Abstimmung: Kosten bekannt, Finanzierung offen
Was wussten die Stimmberechtigten am 3. März 2024? Die Abstimmungsunterlagen bezifferten die anfänglichen Mehrkosten und zeigten, wie der Fonds ohne Gegenmassnahmen schrumpfen sollte. Die dauerhafte Finanzierung war Sache des Parlaments.
Analyse öffnen →Die Rechnung: Wie belastbar waren die Prognosen?
Die AHV-Prognose wurde nach der Abstimmung wegen fehlerhafter Formeln korrigiert. Das Dossier vergleicht die Prognosestände vor der Abstimmung, nach der Korrektur und heute – samt Annahmen, Defiziten und Fondsentwicklung.
Analyse öffnen →Wer bezahlt die 13. AHV-Rente?
Die Kosten verteilen sich auf den AHV-Fonds, Beitragszahlende, Arbeitgeber, Konsumenten und den Bundeshaushalt. Die vom Parlament beschlossene Mehrwertsteuererhöhung würde nur einen Teil des zusätzlichen Finanzbedarfs decken.
Analyse öffnen →Kurze Chronologie
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 3. März 2024 | Volk und Stände nehmen die Initiative an. Die Initiative selbst enthält keine Finanzierung. |
| August/September 2024 | Das BSV korrigiert die Finanzperspektiven nach der Entdeckung fehlerhafter Formeln und veröffentlicht nach externer Überprüfung neue Projektionen. |
| Oktober 2024 | Der Bundesrat legt dem Parlament Umsetzung und Finanzierung vor. |
| Juni 2026 | Das Parlament beschliesst eine Mehrwertsteuererhöhung. |
| 29. November 2026 | Volk und Stände stimmen über die Verfassungsänderung zur Zusatzfinanzierung ab. |
Offene Frage: Reicht die beschlossene Mehrwertsteuererhöhung, um die zusätzliche Leistung dauerhaft zu finanzieren und die gesetzliche Fondsreserve zu erhalten? Die aktuellen Projektionen weisen auch mit dieser Erhöhung weiterhin Defizite aus.
Originalquellen
- BSV
Volksinitiative «Für ein besseres Leben im Alter» und Dokumentation zur Abstimmung (BSV) - BSV
Abstimmung über die Zusatzfinanzierung der 13. AHV-Rente (BSV) - Parlament
Mehrwertsteuererhöhung für die 13. AHV-Rente, 19. Juni 2026 (Schweizer Parlament) - Bundeskanzlei
Informationen zur Abstimmung vom 29. November 2026 (Bundeskanzlei)