F-35 / Air2030
Wer trägt das Risiko, wenn Annahmen bei Milliardenbeschaffungen nicht halten?
Bei der Beschaffung des F-35A warnte die Eidgenössische Finanzkontrolle vor Vertragsabschluss vor einem finanziellen Risiko. armasuisse lehnte die Aufnahme dieses Risikos ins Risikomanagement ab. Vier Jahre später steht fest: Der gegenüber Parlament und Öffentlichkeit kommunizierte pauschale Fixpreis lässt sich gegenüber den USA nicht durchsetzen.
Air2030 zeigt damit exemplarisch, was bei staatlichen Milliardenentscheiden geprüft werden muss: Wurde das Risiko erkannt? Wurde es quantifiziert? Welche Sicherheitsmarge bestand? Wer kontrollierte die Annahmen? Und wer trägt die Folgen, wenn sie nicht eintreffen?
Auf einen Blick
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| ursprünglich geplante F-35A | 36 |
| Beschaffungsvertrag | 6,035 Mrd. CHF |
| zusätzlicher Kredit 2026 | 394 Mio. CHF |
| aktuell erwartete F-35A | rund 30, noch nicht definitiv |
| Patriot-Verzögerung | aktuell 5–7 Jahre |
| EFK-Warnung | vor Vertragsunterzeichnung |
| GPK-N-Befund 2026 | kein pauschaler Fixpreis vereinbart |
Analysen
Der Festpreis – die Warnung lag auf dem Tisch
Die EFK erkannte das Preisrisiko vor Vertragsabschluss und verlangte dessen Aufnahme ins Risikomanagement. armasuisse lehnte die Empfehlung ab.
Analyse öffnen →Wer wusste was?
Ein kleiner Verhandlungskreis, ein ausgeschalteter interner Rechtsdienst, verspätete Information des Bundesrates und offene Fragen zur Kontrolle.
Analyse öffnen →Mehr Geld, weniger Flugzeuge
394 Millionen Franken zusätzlich – und trotzdem voraussichtlich rund 30 statt 36 F-35A. Patriot zeigt gleichzeitig ein zweites Risiko: strategische Lieferabhängigkeit.
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